Etappe 29: Mezzolombardo – Levico Terme

Daten:

Dichte Wolkendecke.

Dichte Wolkendecke.

Dauer: 09:32 – 16:14
Länge: 50 km
tatsächliche Länge: 52,06 km
reine Fahrzeit: 3h 27m 34s
Durchschnittsgeschwindigkeit: 15,20 km/h
Profil: Flach/Berg
Wetter: Sich vollständig auflösende Wolkendecke.

Eindrücke:

Wie gestern grüßt eine undurchdringliche Wolkendecke. Noch ein Mal auf den Wetterbericht im Internet geschaut: Sonne, Sonne, Sonne, Mond – den ganzen Tag klarer Himmel. Irgendwie drückt es die Stimmung. Die 25 km bis Trento reißen wir früh und schnell ab – Die Via Claudia Augusta fährt auf der Etschradautobahn!

In Trento müssen wir den Weg hoch ins Brennfatal (Genauer gesagt fahren wir hoch ins Valsugana. Aus einem der Seen an der Seite entspringt dann die Brenta) finden (Wir sind in Trento auf ungefähr 250 Metern ü. NN. von daher geht es jetzt wieder ordentlich hoch). Kurze Suche durch das Industriegebiet, dann finden wir einen schmalen Weg mit ordentlich Steigung. Wir sind richtig, das sieht hart aus. Wir müssen mindestens 400 Höhenmeter machen! Dieses Mal schafft mich der Aufstieg völlig! Es ist sehr steil auf halbwegs guten, schmalen Asphaltstraßen nach oben. An schönen italienischen Bergdörfern vorbei. Wenigsten klart es vollkommen auf!

Trento

Trento

Ein Mal denke ich wir sind schon im anderen Tal, doch es war wieder nur Trento von einer leicht anderen Seite. Die härteste Steigung kommt zum Schluss. Ich steige vier mal vollkommen entkräftet ab um zu trinken. Fast oben angekommen machen wir in einer Straße halt. Als wir wieder bei Kräften sind und weiter fahren wollen, kommt ein Auto aus der Straße und winkt uns zu. Der Italiener am Steuer spricht gut Deutsch und erklärt uns, dass der Weg dort oben nach nirgendwo führt! Viele Radfahrer auf der Via Claudia hätten den gleichen Fehler gemacht, die Karten seien falsch. Wir sollen ihm folgen! Wir fahren also wieder diese Todessteigung hinab! Zum Glück weist er uns den richtigen Weg.

Die letzten 20 km bis Levico Terme schleppe ich mich – vollkommen fertig! Winfried spürt seine Beine zwar auch, aber er ist noch gut drauf. Ich bin alle.

Radzustand: unverändert.

Schmerzen:

Ich habe den Berg hoch fast immer voll durchziehen müssen. Da blieb keine Zeit an etwaige Verluste zu denken. Heute abend ist alles am Ende. Ich und meine Knie brauchen morgen umbedingt Ruhe!

Ich vor Trento

Ich vor Trento

Begegnungen:

Heute nur Tagestourer.

Doch wir hatten noch einen zweiten Wegweiseengel: Oben angekommen fing eine wunderbare Beschilderung der Route an. Sie endete nach gut 3 km jedoch an einer relativ befahrenen Landstraße. Wir setzten den Weg nach links fort, als uns aus einem Haus ein Mann rief. Er kam heruntergelaufen mit einem Stück Papier in Klarsichtfolie. Auf diesem stand: „Rechts runter vor dem Kreisverkehr nach links nach Pergina fahren“. So konnte er, ohne Deutsch zu können, uns leiten! Ob der Mann dafür vom Radfahrverband bezahlt wird (Winfried merkt an, neue Schilder wären günstiger)?

Ausblick:

Entschluss: Ruhetag! Nicht nur weil wir kaputt sind, sondern auch weil Levico Terme ein toller Ort mit großem Badesee ist. Dann in drei kleinen Etappen über die restlichen Berge (25-35 km pro Tag). Dann noch zwei Tage bis Venedig.

Castel

Castel

Anfang des Valsugana

Anfang des Valsugana

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